Die ITR-Tourismus-Performance-Datenbank

Für die jährlichen strukturrellen und vergleichenden regionalen Analysen des Winter- und Sommertourismus in Österreich sowie für spezifische (regionale) tourismuswirtschaftliche Forschungs- und Planungsarbeiten bzw. Entwicklungskonzeptionen, Raumverträglichkeitsprüfungen (RVP) sowie  Machbarkeitsuntersuchungen steht  der Marktkenntniss bzw. der langjährigen Expertise des ITR eine umfangreiche Datenbank ergänzend zur Verfügung.

Die gemeindeweise ITR-Datenbank ist  DAS Fundament für genaue Diagnosen bzw. vergleichende Analysen der Tourismussituation. Sie ist sehr detailliert und strukturiert aufgebaut und wird laufend aktualisiert. Die Daten liegen für den Zeitraum 1994/95 bis 2016/17 vor. Die Analysen der tourismuswirtschaftlichen Performance (Stärken, Defizite) können somit über das derzeitige Niveau   und über das bisherige kurz- bis langfristige quantitative bzw. qualitative Wachstum erfolgen.

Die Datenbank enthält öffentlich zugängliche tourismusrelevante Daten, z.B. der Statistik Austria, des BMVIT-Seilbahnstatistik, der ZAMG, der BOKU-Met sowie Erhebungsdaten des ITR im Rahmen relevanter Untersuchungen in Österreich.

Mit den nachfolgend angeführten  Daten können  die wichtigsten Elemente der Wettbewerbsfähigkeit  Attractiviness (hohe Anziehungskraft), Performance (erfolgreiche bisherige Entwicklung) und Struktural Potential (zukunftsgerichtete Tourismusstruktur) von Tourismus-Gemeinden/-Destinationen aussagekräftig dargestellt werden.

1. Landschaft und Klimafaktoren

    - Landschaftsbedingte Tourismuseignung der Gemeinden nach 

      Bewertungsstufen

    - Seehöhe der Gemeinden Min-Max-Range-Mean

    - Saisonale Schneedeckendauer auf Tagesbasis mit Schneehöhen -

      Anzahl der Tage mit Schnee >= 20cm, Zeitreihe 1994/95 bis 2014/15

    - Schneefallgrenze - gesicherter Schneedeckenaufbau, Seehöhe ab derzeit

       mehr als 90 % des Winterniederschlages im Dez./Jän./Feb. in Form von

       Schnee fällt

    - Lage der Wintersport-Gemeinden über/unter dem gesicherten

      natürlichen Schneedeckenaufbau in Meter

    - Schigebietsklassifikation nach der natürlichen Schneesicherheit

2. Bevölkerung / Wirtschaft

    - Wohnbevölkerung 1991 - 2001 - 2012

    - Erwerbstätige 2010 insgesamt, Erwerbstätige Tourismus - im BuG

3. Tourismusangebot

    - Beherbergung - Winter- und Sommerbettenbestand

      nach Unterkunftsarten und Qualitätskategorien - Zeitreihe 1994/95 bis

      2016/17

    - Seilbahnangebot nach technischen Systemen, Jahr der Inbetriebnahme

       und mit allen technischen bzw. betrieblichen Angaben (letzter Stand:

       Winter 2017/18)

     - Klassifizierung der Wintersport-Gemeinden nach der Größe des  

       Seilbahnangebotes

4. Tourismusnachfrage

    - Ankünfte und Nächtigungen im Winter- und Sommerhalbjahr - Zeitreihe

      1994/95 bis 2017/18 

    - nach Herkunft der Gäste

    - nach Unterkunftsarten

    - teilweise nach Monaten

5. Zuordnung der Gemeinden nach spezifischen Nachfragesegmenten

    - Städtetourismus - Wien und die Landeshauptstädte

    - Kongress-/Tagungstourismus

      Städte/Gemeinden mit "Kongresszentren" (ohne Wien und

       Landeshauptstädte) und größeren Kongress-/Tagungskapazitäten

      (Anbieter mit Tagungsräumen mit über 300 Sitzplätzen)

   - Kur-/Gesundheitstourismus

     - davon Thermentourismus (Gemeinden mit Thermalquellen/Thermen)

     - übriger Kur-/Gesundheitstourismus

        * Kurorte mit ortsgebundenem Heilvorkommen

        * Kurorte mit Kuranstalten auf der Grundlage ortsgebundener

           Heilvorkommen

        * Kurorte mit Einrichtungen für Kneipp- und sonstigen Kuren

     - Luftkurorte

       Heilklimatische Kurorte, Luftkurorte

     - Seentourismus

        Gemeinden an 47 Seen

     - Donautourismus

       Gemeinden unmittelbar an der Donau (ohne Linz, Wien und Schwechat

                                                                   (Flughafenhotellerie))                                                            

     - Weinstrassentourismus

        Gemeinden an 23 Weinstrassen in B, NÖ und Stmk

     - Alpin-/Bergtourismus

       Alpine Gemeinden mit einer durchschnittlichen Höhenlage 1000 m und

       darüber und mit einer Höhendifferenz  (Minimum bis Maximum) von

       1000 m und darüber

    - Urlaub auf dem Lande

      Gemeinden außerhalb des Alpenraumes (Abgrenzung nach 

                                                                      Alpenkonvention) 

    - Schutzgebietstourismus

      Gemeinden mit Flächenanteilen an ausgewählten gemanagten

      großflächigen Schutzgebieten

      * Nationalparks

      * Ramsargebiete

      * Biosphärenpark

      * Naturparks

   - Wintersport-/Schitourismus

      * Gemeinden mit drei und mehr Seilbahn-/Schleppliftanlagen (Wintersport-

         Gemeinden); auch Klassifizierung der 318 Wintersport-Gemeinden nach

        der Größe ihres Seilbahnangebotes im Hinblick auf ihre nationale und

        internationale Wettbewerbsstellung

     * Gemeinden mit einer bis zwei Anlagen 

       315 Nicht-Wintersport-Gemeinden (die Anlagen sind als örtliche Freizeit-

       einrichtung der Bevölkerung einzustufen und besitzen daher primär "nur"

       lokale Bedeutung)

 

Mit Hilfe dieser gemeindeweisen Performancedaten/-indikatoren, die miteinander so kombinierbar sind, dass u. a. auch die aktuellen segmentspezifischen regionalen  Strukturen und Entwicklungstendenzen im österreichischen Sommer- und Winter(sport)tourismus fundiert analysiert, charakterisiert, graphisch aufbereitet und interpretiert werden können, die trotz ähnlicher Voraussetzungen bzw. gleicher Rahmenbedinungen starke Wachstumsunterschiede aufweisen.

Aber auch für andere regionale Abgrenzugen, wie z. B. nach den rund 90 "Destinationen Östereichs", sind vergleichende aussagekräftige Strukturdaten des Tourismusangebotes und der -nachfrage  bzw. die Darstellung sowie fachliche Interpredation der aktuellen Situation bzw. Entwicklungen in zeitgemäßer sachkompetenter und wissenschaftlicher Qualität (1) unschwer bzw. zeitnah möglich.

Für die Touristiker auf Betriebs-, Orts- und Destinationsebene sowie für andere Interessenten stellen diese aufbereiteten spezifischen Angebots- und Nachfragetendenzen der Marktteilnehmer eine wichtige Orientierungshilfe bzw. robuste Basisinformation sowie wissenschaftliche Argumente für ihre Tätigkeit dar.

 


 (1) Fundierter/belastbarer bzw. aussagekräftiger als z.B.  in den bisher durchgeführten jährlichen "Destinationsstudien" einer Wiener Marktforschungs GmbH für die ÖHV mit Destinations-Befunden/-Rankings/-Bewertungen (für die Winter- bzw. Sommersaison ? den Ganzjahres-Tourismus ?) wie "...top, gute, mäßige, schwächere Performance, keine Daten..." im Hinblick auf ??? ... Durchschnitts-/Mittelwerte/Benchmarks Österreichs ???... im Hinblick auf marktfähige bzw. zukunftsgerichtete Angebots-Strukturen  ???... im Hinblick auf   tourismusrelevante betriebs-/wirtschaftliche Richtwerte/Indikatoren ???... im Hinblick auf die aktuelle saisonale Nachfrageentwicklung in Österreich insgeamt ???...

... sondern nach "Segmentierungen" bzw. "Ausrichtungen" der rund 90 Destinationen Österreichs nach der "Topographie (Berg, See, Stadt)", "Natur und Genuss (?)", "Wellness und Kulinarik", "Sport und Nachhaltigkeit (?!)", "Stadt und Kultur", "Sport und Berg (?!)" sowie "Winterlastige (?!?) Destinationen", ohne die jeweiligen erforderlichen regionalen Einstufungs-Kriterien bzw. Definitionen zumindest in Kurzform dafür bereit zustellen, was vor allem die erheblichen fachlichen und methodischen bzw. wissenschaftlichen Qualitätsdefizite dieser Marktforschungs GmbH  bei  betrieblichen ( v.a. Seilbahnbereich), örtlichen, regionalen bzw. überregionalen Tourismus-Performance-Analysen und Bewertungen sehr deutlich widerspiegeln.

Die Ausarbeitung der kostenpflichtigen  jährlichen "Destinationsstudie" des Wiener Marktforschungsunternehmens wurde daher auch seitens der ÖHV kürzlich beendet.