http://www.theresa.at/uploads/pics/01_16.jpg

 

 

 

 

 

Aktuelle Nachfragetrends im Wintersporttourismus

 

in Österreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bearbeitung: Prof. Dr. Volker Fleischhacker – ITR

 

ITR-Tourismusreport 2/2016

September 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Volker Fleischhacker-Institut für touristische Raumplanung-ITR-Büro A-3430 Tulln an der Donau,

 

Bahnhofstrasse 38/12  Tel.:+43 / 2272 64005  Mobil: 0664 73392568  email: itr.institut@aon.at;

 

                                                                       www.tourismusforschungaustria.at

 

 

 

 

                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Der Autor befasst sich seit langem in systematischer Form mit strukturellen und regionalen Entwicklungstendenzen des österreichischen Wintersporttourismus bzw. Seilbahnwesens. Das Bearbeitungsspektrum reicht(e) von konzeptionellen Arbeiten auf Bundesebene (Österreichisches Seilbahnkonzept, 1978), Landesebene (Niederösterreichisches Winterfremdenverkehrskonzept, 1987; Wintererschließungskonzept Kärnten, 1987 und 2005), Entwicklungs- und Raumverträglichkeitsgutachten auf regionaler Ebene (Montafon, 1979, Brandnertal, 1983, Martelltal/Südtirol, 1990, Schiland Voralpen NÖ, 1991, Eisenerzer Ramsau, 1991, Wilder Kaiser Brixental, 1992, Sarntal/Südtirol 1992, Planai-Hauser Kaibling und Hochwurzen-Reiteralm, 1993, Ischgl-Samnaun, 1993, Galyatötö/Matra Region Ungarn,1995) und auf Orts- bzw. Gemeindeebene (Roßleiten/Dümlerhütte, 1979, Hollenstein/Gamstein, 1984, Steinberg am Rofan/Schlagkopf, 1989, Flattach-Kleinfragant/Mölltaler Gletscher, 1989 und 1991, Rennweg/Katschberg 1992, Spittal a.d.Dr./Goldeck 1994, Damüls, 1998, Flattnitz, 2004). Im Rahmen der ITR-Tourismusreports erfolgt jährlich - neben der Analyse aktueller Trends der Nachfragesegmente des Sommertourismus (1/2015 und 1/2016) - auch eine Darstellung der Tendenzen der Angebots- und Nachfragestrukturen in den Wintersportgemeinden Österreichs (2/2015).

 


 

  

 Aktuelle Nachfragetrends im Wintersporttourismus in Österreich

Ausgangssituation

Der Nächtigungstourismus in der Wintersaison in Österreich wird in den rund 1.600 Tourismus-Berichtsgemeinden zwar mengenmäßig vom schneeabhängigen Wintersporttourismus stark geprägt, zahlreiche nicht schneeabhängige frequenzstarke Nachfragesegmente, wie der Städtetourismus, der Gemeinden des Kur-/Gesundheits-/Thermentourismus, des Kongress-/Tagungs-/Messetourismus, des Donautourismus oder des Weinstrassen Tourismus gewinnen allerdings seit langem zunehmend an Bedeutung. Hier sind aber keine touristischen Infrastruktureinrichtungen für die Ausübung des Schi- und Snowboard-Sports, nämlich die Leiteinrichtungen Seilbahnen und Schlepplifte, installiert. Der Bericht zielt darauf ab, den Wintersporttourismus im engeren Sinne mengenmäßig abzugrenzen und  mit Hilfe wintertourismusrelevanter Indikatoren/Parameter die strukturellen und regionalen Nachfragetendenzen des Wintersporttourismus zu analysieren sowie das Zukunftspotential aufzuzeigen.

 

Zusammenfassung der Ergebnisse:

Als Wintersportgemeinde werden Gemeinden mit drei und mehr Seilbahn- bzw. Schleppliftanlagen definiert, im Winter 2015/16 waren dies 318 Gemeinden, die laut Amtlicher Eisenbahn-/Seilbahnstatistik insgesamt 1.118 Haupt- und Kleiseilbahnen  den Wintersportgästen für die Ausübung des alpinen Wintersports offerierten. In diesen Gemeinden wurden in der Wintersaison 2015/16 in rund 641.000 Gästebetten 45,19 Mio. Gästenächtigungen oder zwei Drittel aller 68,53 Mio. Winternächtigungen Österreichs erzielt.

Im langfristigen Vergleich mit den übrigen Tourismusgemeinden Österreichs weisen die Wintersportgemeinden im Zeitabschnitt 1995/96 bis 2001/02 einen ähnlich dynamischen Nachfrageverlauf auf, seither sind sie aber mit einem unterdurchschnittlichen Mengenwachstum konfrontiert, der seit der  Saison 2008/09 ausgeprägt ist. In jüngster Zeit zeigt sich aber eine Trendwende und im Winter 2015/16 mit 45,19 Mio. Nächtigungen den bisherigen Frequenzhöchststand. Die Nachfragetendenzen in den Wintersportgemeinden zeigen, dass der in den letzten Jahren immer wiederholte Abgesang auf den alpinen Schitourismus aus klimatologischer, preislicher, gesellschaftlicher, demographischer u.a. Sicht aufgrund der vorhandenen Nachfragedaten der Statistik Austria nicht zutreffend ist.

Die unterschiedliche Nachfragedynamik in den Wintersport- und übrigen Tourismusgemeinden Österreichs wird in hohem Maße von der Herkunftsstruktur der Gäste und vom Stellenwert der Hauptquellmärkte beeinflusst. Deutschland und das Inland sind seit langem die wichtigsten Quellmärkte der Wintersportgemeinden, sie sind aber seit einiger Zeit keine Wachstumsfaktoren mehr. Am deutschen Markt zeichnet sich in den letzten beiden Wintersaisonen mit einem Nächtigungszuwachs um +7,2 % (+1,4 Mio.) eine Trendwende ab. Die Nachfrage der Wintersportgäste aus dem übrigen Ausland ist langfristig überaus dynamisch und erreichte 2015/16 ein Nächtigungsvolumen von bereits 18,2 Mio. und festigt den Trend zur steigenden Internationalisierung des Wintersporttourismus bzw. die Position Österreichs als sehr deutlicher Marktführer bei den Wintersporturlaubern der Europäer.

Die Marktführerschaft Österreichs als europäische Wintersportdestination Nr. 1 wird seit langem von zahlreichen Top-Wintersport-Resorts getragen, die über wichtige Attribute wie Bekanntheitsgrad, Prestige, Tradition, starke Marke und Umsatzstärke verfügen. Die Analyseergebnisse zeigen, dass insgesamt 20 Top Winter-Resorts zumindest bei einem der drei Hauptherkunftsmärkte einen Top 10 Marktanteilsrang in der Saison 2015/16 erreichen und zusammen mit 19,46 Mio.  43 % aller Wintersportgästenächtigungen verbuchen. Sie prägen und beeinflussen in hohem Maße das beachtliche Niveau und die bisherige  „Erfolgstory“ Wintersporttourismus Österreich.

Die Entwicklung bei den Inlands-Aktivurlauben der Österreicher ab 15 Jahre im Winter mit mindestens 1 Nächtigung zeigt im Zeitabschnitt 2006/07 bis 2012/13 eine Zunahme um +0,34 Mio. auf insgesamt 1,47 Mio., seither einen Rückgang auf 1,26 Mio. im Winter 2014/15, wobei der Entwicklungsverlauf nach Altersgruppen differenziert ist. Die stärkste Zunahme weist die quantitativ wichtigste Altersgruppe, die 45 bis 54-Jährigen, auf (+5,0 % pro Jahr). Sie beeinflussten im Zeitabschnitt 2006/ bis 2014/15 nachhaltig die Inlandsnachfrage in den Wintersport- und übrigen Gemeinden.

Laut aktueller Bevölkerungsprognose der Statistik Austria wird im Zeitabschnitt 2015/25 die wohnhafte Bevölkerung ab 15 Jahre bis 2025 um 403.000 Personen ansteigen. Dadurch erhöht sich auch quantitativ das touristische Nachfragepotential im zweitwichtigsten Herkunftsmarkt des Wintersporttourismus. Geht man davon aus, dass die Winter Aktivurlaubsreiseintensität in ähnlicher  Ausprägung wie in den vergangenen neun Jahren beibehalten wird, ist bei den Winter Aktivurlauben im Inland ein Frequenzzuwachs von +11 % bis +14 % zu erwarten. Der Wintersporttourismus kann somit bis 2025 von einer soliden Winternachfrage aus dem Inland ausgehen.

Am wichtigsten  Herkunftsmarkt Deutschland wird dagegen ein Bevölkerungsrückgang bis 2030 um -3,7 % mit einer alternden Bevölkerung vorausberechnet, wobei mit einer Abnahme bei den für den Wintersporttourismus Österreichs relevanten Altersgruppen mit einem Rückgang von über 7 Mio. Personen zu rechnen ist und damit die Nachfrage in den Wintersportgemeinden tendenziell negativ beeinflussen.


 

Der ITR-Tourismusreport 2/2016 (25 Seiten, zahlreiche Farb-Grafiken) kann ab sofort per Email: itr.institut@aon.at angefordert werden und wird als PDF-Dokument elektronisch übermittelt.


 

 

 

 

 

Analyse der Wettbewerbsstärke/-fähigkeit der Wintersport-Destinationen Österreichs

Ausgangssituation

Der schneegebundene Wintersport-Tourismus zählt zu den Kernkompetenzen Österreichs. Die zahlreichen durch eine sehr unterschiedliche Größenordnung geprägten Wintersport-Destinationen unterliegen auch in Österreich den zentralen tourismusrelevanten Rahmenbedingungen, die einen stetigen und mitunter rasanten Wandel zeigen. Der permanente bzw. wachsende Wettbewerbsdruck  und die sich verändernde bzw. stärker schwankende Winterachfrage stellen - neben den negativen Konsequenzen der sich bereits längst zeigenden klimatischen Veränderung auf die natürliche Schneesicherheit in den in unterschiedlichen Höhenlagen operierenden alpinen Schigebieten, die jedoch durch die laufend optimierten  Beschneiungsanlagen großteils aufgefangen werden können - an die Wintersport-Destinationen vielfältige und für viele nicht leicht zu bewältigende Herausforderungen.

Schneesichere Schigebiete mit deutlich besseren Entwicklungsdaten

Hinsichtlich ihrer derzeitigen natürlichen Schneesicherheit zeigt sich folgendes Situationsbild:

32,2 % der Wintersport-Destinationen/-Gemeinden (74) liegen mindestens 100 m über einem gesicherten Schneedeckenaufbau, sie sind somit als sehr schneesicher (ohne Einbezug der technischen Beschneiung) einzustufen, davon befinden sich nur zwei in NÖ.

Weitere 27,8 % (64) der Wintersport-Gemeinden liegen im Übergangsbereich der natürlichen Schneesicherheit (bis zu 100 m unter und bis zu 100 m über der natürlichen Schneesicherheit), sie sind somit einigermaßen als schneesicher zu bezeichnen (NÖ: 4).

Insgesamt 40,0 % befinden sich mindestens 100 m unter einem gesicherten Schneedeckenaufbau, davon immerhin jede Fünfte (45) unter 300 m und mehr, sie sind somit als nicht schneesicher einzustufen        (in NÖ sind das zehn von insgesamt 16 oder beachtliche 63 %).

 

Lage der Wintersport-Destinationen     Winternächtigungen 2005/06 - 2015/16

  über/unter gesichertem natürlichem                                                          Belegstage

                                                                                                                       Winter

  Schneedeckenaufbau                                                                               2015/16   06/16

                                                                                                                                 +/-  


           über 400 m                                                         + 14,4 %              115     +20

                    100 - 400 m                                                   + 3,3 %               77        -1

           Übergangsbereich  +/- 100 m                                + 10,2 %               83     +17

           unter 100 -300 m                                                   + 0,7 %                55     -15

                     300 m und mehr                                           - 4,1 %                38     -16

 Quelle: ITR-Tourismus-Performace-Datenbank

Die Angebotsentwicklung im Alpenraum wird vom Nachfragetrend zu großen Wintersport-Destinationen/Schiarenen beeinflusst. Aus wirtschaftlichen Gründen fällt es diesen großen marktdominierenden, national und internationalen wettbewerbsfähigen Wintersport-Destinationen leichter, die aktuellen Trends im Wintersporttourismus zu erfassen und adäquat und rechtzeitig umzusetzen bzw. überhaupt mitzugenerieren.

In Österreich gibt es derzeit 20 international bzw. national wettbewerbsstarke Top-Wintersport-Resorts, in denen im Winter 2015/16 rund 21,5 Mio. Winternächtigungen in 208.300 Gästebetten erzielt wurden, die den Trend zur lückenlosen Kommerzialisierung des Wintersporturlaubes mit sehr professionellen Mitteln der Unterhaltungsindustrie vorgeben (vgl. ITR-Tourismusreport 2/2016), acht davon wurden laut der Studie der Mountain Management Consulting und der Universität Innsbruck  "Best Ski Resorts 2016" von 49.000 befragten Wintersportler in 54 ausgewählten Top Schigebieten in der Saison 2015/16 zu den besten Schigebieten in den Alpen gewählt. In diesen acht Top Wintersport Resorts wurden im Winter 2015/16 insgesamt beachtliche 8,70 Mio. Wintergästenächtigungen registriert und ermöglichten somit den hier vorhandenen Beherbergungsbetrieben mit ihren rund 67.900 Gastebetten eine weit überdurchschnittliche Belegsdauer von 128 Tagen oder von über vier Monaten (ITR-Datenbank; Statistik Austria).

Rund 80 große bis sehr große (18 Mio. Winternächtigungen) sowie  92 mittelgroße (6,8 Mio.) und 125 kleine Wintersport-Resorts  (4,6 Mio.) versuchen zu folgen (vgl. ITR Tourismus-Report 2/2016) , um den Anschluß und damit das Wintergäste-Nachfragevolumen zu halten.

 

 Wintersport-Destinationen                 Winternächtigungen 2005/06 - 2015/16

 Größe des Seilbahnangebotes                          Insgesamt     Ausland      Inland      Belegstage

                                                                                                            Winter

                                                                                                                                                                 +/-

                                                                                                                                                   2015/16  06/16


                                                                                                                                                  

     TOP 20  Resorts  (1)                     + 24,1 %      + 28,3 %    + 0,8 %     103  +20

 


 

     Internationale (über 30)              + 4,6 %        + 8,6 %   - 12,0 %     101   +2

     Nationale (21-30)                       + 14,1 %      + 22,9 %   - 21,4 %       79   -1

     Große (11-20)                             + 28,4 %      + 19,5 %  + 25,9 %       67   -6

     Mittelgroße (6-10)                       + 11,0 %     + 11,7 %    + 3,0 %       59   +1

     Kleine (3-5) (2)                             - 24,7 %      - 22,7 %    - 28,3 %      49   -2

 


      (1) siehe: ITR-Tourismusreport 2/2016

     (2) Anzahl der Haupt- und Kleinseilbahnen sowie Schlepplifte Winter 2015/16

       Quelle: ITR-Tourismus-Performace-Datenbank

 

Der Nachfragetrend zu großen Schiresorts verschärft den Standortwettbewerb zwischen den unterschiedlich großen Wintersport-Destinationen. Der Überlebenskampf der kleineren Schigebiete äußert sich häufig  in Preisnachlässen  und Resignation. Damit die kleineren/mittleren Wintersport-Gemeinden mittel- bis langfristig am Tourismusmarkt bestehen, müssen sie sich auf ihre Standortqualitäten und ihre Vorteile gegenüber den großen Resorts (zurück-)besinnen und Marktnischen in einem derzeit stark umkämpften Markt  erschließen. Das bedeutet, dass vom gesamten Wintersport-Resort-Management bzw. von den touristischen Leistungsträger sowohl genaue Kentnisse über die derzeit bereits zahlreich ausgeübten vielfältigen Wintersportarten/-formen/-aktivitäten (insgesamt rund 30 !, aber mit unterschiedlich großem Nachfragevolumen) als auch über die aktuellen Bedürfnisse dieser Wintersportler(-gäste) erforderlich sind ("...welche Bedürfnisse, Ansprüche und Erwartungen haben sie und wie können diese optimal erfüllt werden" ?). Zahlreiche alpine Orte im Westen und Süden Österreichs zeigen schon mit kreativen bedürfnisorientierten Angebotspaketen, mit intelligenter Produktgestaltung, mit Produktinnovationen und deren richtigen Vermarktung den Weg vor.

Unterschiedliche regionale Nachfragedynamik

Während die Wintersport-Destinationen/-Gemeinden (drei und mehr Seilbahn-/Schleppliftanlagen) im Westen und Süden (Kärnten, Steiermark) Österreichs im Zeitabschnitt Winter 2005/06 bis 2015/16 hohe zweistellige Zuwachsraten zwischen +12 % und +43 % erzielen konnten, mussten die NÖ Wintersport-Gemeinden mit ihren rund 7.200 Gästebetten massive Frequenzrückgänge um insgesamt -22 % (-78.700) hinnehmen, bei den Wintergästen aus dem Ausland verringerte sich das Nächtigungsvolumen sogar um ein Drittel (-33 %, -39.300), bei den in NÖ sehr stark dominierenden Inlandsgästen (72 % -Anteil) in gleicher absoluter Größenordnung (-39.400, -16 % ). 

Im Gegensatz dazu konnte in den vergleichbaren OÖ Wintersport-Gemeinden (7.900 Gästebetten) das Winternächtigungsvolumen leicht gesteigert werden (insgesamt +1,2 %, Auslandsgäste +2,3 %), was auf die schon lang zu beobachtende sachkompetente nachhaltige Entwicklungsstrategie des Landes OÖ bzw. ihrer Landesgesellschaften für den Wintersport-Tourismus zurückzuführen ist.

Wintersport-Destinationen              Winternächtigungen 2005/06 - 2015/16

                                                                                                                       Belegstage

                                                                                                                                                      Winter


  West Ö                                           Insgesamt          Inland             Ausland     2015/16  +/- 06/16

           Vorarlberg                          +13,3 %     +16,2 %    +13,1 %      81    +9

           Tirol                                   +12,1 %      + 0,3 %    +12,9 %      88    +9

           Salzburg                             +16,4 %      - 0,6 %     +21,5 %      79    +3

Süd Ö

         Kärnten                                 +12,2 %     + 8,6 %    + 14,0 %      72  +16

         Steiermark                            + 42,8 %   + 41,4 %   + 43,0 %      60     -3

Nord Ost Ö

         Oberösterreich                      + 1,2 %      + 0,1 %     + 2,3 %      53    +4

         Niederösterreich                   -21,5 %     - 16,0 %    - 33,0 %      39    -9

  


 Quelle: ITR-Tourismus-Performance-Datenbank

 

Gerade bei den kleineren/mittleren Wintersport-Gemeinden fehlen vielfach die mittel- bis langfristigen Strategien. Zu stark sind sie mit dem "täglichen" wirtschaftlichen Überlebenskampf beschäftigt, sodaß sehr wenig Zeit für Strategieüberlegungen bleibt.

Zielsetzung der Analyse

Zukunftsgerichtete Strategien und Weichenstellungen sind nur durch eine Diagnose der Situation und Tendenzen in den Wintersport-Gemeinden/-Destinationen  sowie durch fundierte Kenntnis der derzeitigen Wettbewerbsstärke/-fähigkeit der unterschiedlich großen Wintersport-Gemeinden/-Destinationen Österreichs im Hinblick auf die internationale bzw. nationale Wettbewerbsfähigkeit möglich.

Methodik, Aussagekraft, Bewertung

Um die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit/-stärke festzustellen, werden die Wintersport-Destinationen mit Hilfe eines kompakten/ komplexen Systems/Beziehungsgeflechts aus Indikatoren/Kriterien/Indizes aus  der gemeindeweise aufgebauten "ITR-Tourismus-Performance-Datenbank" analysiert und bewertet. Es wird auf letzt verfügbare öffentlich zugängliche tourismusrelevante wichtige "Kennziffern", Indizes, Benchmarks bzw. statistische "harte" Fakten des Ist-Zustandes und der Entwicklungstendenzen zurückgegriffen. Es werden einerseits Indikatoren/Indizes berücksichtigt, die die zentralen Elemente Attractiviness (Anziehungskraft durch Größe des Seilbahn-/ Pistenangebotes, der Schneesicherheit,...), Performance (erfolgreiche bisherige Entwicklung) und Structural Potential (marktgerechte bzw. zukunftsträchtige Tourismusstruktur) umfassen, und andererseits über die notwendige statistische solide Verlässlichkeit verfügen.

Mit diesem Bewertungskatalog soll erstmals österreichweit ein sachkompetentes aktuelles markantes Situationsbild über die Stärken bzw. Defizite gezeichnet werden, aber deutlich aussagekräftiger/seriöser als der jährliche von nur rund 90 Seilbahnbetrieben Österreichs hochgerechnete "Wirtschaftsbericht Seilbahnen" einer Wiener Marktforschungs GmbH (ohne Erläuterung der Methodik; repräsentativ ? bei rund 650 aktiven WKÖ-Fachgruppenmitgliedern Ende 2015 mit einem Umsatzerlös von 1,53 Mrd. Euro). 

Die ITR-Analyse soll eine Orientierungshilfe bzw. Basisinformation für die touristischen Leistungs- und Entscheidungsträger darstellen und auch die Frage beantworten, ob die qualitativen und quantitativen Angebotsstrukturen und Nachfragetendenzen in "ihrer" Wintersport-Gemeinde/-Destination  "stimmen" bzw. ob ein Handlungsbedarf besteht.

In Ausarbeitung ...

Cool